Historie

Tradition und Kontinuität in der Papierverarbeitung

1927_LogoAm 1. Mai 1853 entschloss sich Jacob Finck die bisherige Papier- und Garngroßhandlung Coenen & Finck in eine reine Papiergroßhandlung unter dem Namen J. Finck & Co. umzuwandeln. Die Firma verkaufte damals Packpapiere aller Art. Ein wichtiger Artikel waren die fettdichten Papiere, wie Pergament oder Pergamin, die in den Metzger- und Lebensmittelläden gebraucht wurden.

Die Textilindustrie in Krefeld mit ihren vielen Webstühlen und Webern war von Anfang an ein wichtiger Abnehmer. J. Finck & Co lieferte Stoff-, Modell- und Karteikarton, Ausstopfseiden, Wellpappe und ähnliches. Die hohe Zeit Krefelder Seidenweber näherte sich allerdings im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts langsam dem Ende. Im Rahmen dieser Situation verabredeten die Familien Finck und te Neues dass Paul te Neues als Lehrling in der Firma J. Finck & Co. anfangen sollte.

Die Firma entwickelte sich in den Folgejahren bestens. Paul te Neues vergrößerte das Einzugsgebiet und gewann neue Kunden am Niederrhein. Er kümmerte sich vor allem um die großen mechanischen Tuchwebereien in Süchteln, Gladbach, Viersen und Dülken.

Zum Ende des Jahrhunderts bezog die Firma neue Räume auf der Dießemer Straße 180, zog dann aber später zur Schwertstraße 112 um. 1897 wurden dann Paul te Neues Teilhaber. Nach der Jahrhundertwende entschloss die Firma sich zur Deckung des stetig wachsenden Bedarfes an bedruckten Papieren eine eigene Buchdruckabteilung einzurichten.

1930 fand der älteste Sohn Dr. Heinz te Neues in Hermann Lange einen Geldgeber und gründete die selbstständige Firma Dr. te Neues & Co Druckereigesellschaft, die mit der Firma Finck unter einem Dach arbeitete.

IMG_9211Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde auch der Papiermarkt bewirtschaftet. Die Firma Finck bekam die Aufgabe zugeteilt, fettdichte Papiere zu schneiden, zu wickeln und zu liefern. Beim großen Angriff auf Krefeld im Jahre 1943 wurde das damalige Betriebsgelände Dießemer Straße 166 völlig zerstört und es stand ein Neuaufbau in den Folgejahren an.

1946 kehrte der jüngste Sohn Ulrich te Neues aus dem Krieg zurück und trat als Teilhaber in die Firma ein, die einen Mietvertrag mit der Krefelder Stückfärberei auf der Blumentalstraße schloss und dort die wirtschaftliche Tätigkeit wieder aufnahm.

1946_Logo_21953 feierte die Firma ihr 100-jährigen Bestehen und das erste Grundstück auf dem Grünen Dyk, wo J. Finck & Co. auch heute noch zu finden ist, wurde gekauft.

1966 trat Armin te Neues in dir Firma ein und führte eine neue Betriebsabrechnung ein. Diese brachte zu Tage das es leider keine Synergieeffekte zwischen Finck und der Druckerei gab. Eine Ausgliederung der Druckabteilung und Verselbständigung unter dem Namen Novapack brachte leider nicht den erwünschten Erfolg und so musste dieser Bereich leider ab 1973 still gelegt werden. Mit der daraus resultierenden Konzentration auf das Verarbeitungsgeschäft gelang nun der Aufschwung bis in die späten 90er Jahre. Die Firma entwickelte sich zum Hauptlieferanten für die Stahl und Eisenindustrie mit Interleavingpapieren und Verpackungspapieren für die Stahlcoils, wie Paraffinpapiere, Bitumenpapiere, Krepppapiere und dergleichen.

Wenn Sie mehr noch mehr Details zu unserer Historie erfahren möchten, so können Sie einen Artikel von Armin te Neues aus „die Heimat“, Ausgabe 78 / 2007 des Vereins für Heimatkunde e.V. Krefeld, hier als PDF herunterladen.